Diverses

Die Uferpromenade Riva

Die splitter Riva bekam ihre heutige Form vor ungefähr zwei Jahrhunderten, als Franzosen zu Napoleons Zeiten über die Region herrschten, unter Kommando des Marschalls Marmont. Heute ist diese Flaniermeile zum Wohnzimmer der Bürger geworden, die beliebteste und wichtigste öffentliche Fläche der Stadt Split. In der Zwischenzeit wurde die Riva mehrmals ausgeweitet und umgebaut, doch immer war sie und ist mit der einmaligen Szenographie der Südfassade des Diokletianspalastes geprägt, mit dem Südtor das in die römischen Kellerräume führt, dann den Häusern die westlich des Palastes errichtet wurden und dem Kloster des hl. Franziskus mit dem Bajamonti Dešković und dem Hafenkapitänsgebäude am östlichen Ende.
Heute ist die Uferpromenade Riva das Reich der Fußgänger, umgeben mit einer ununterbrochenen Reihe an Cafés und Restaurants, der ideale Ort für einen Morgenkaffee und Treffen mit Freunden. Die Riva ist die Bühne des städtischen Lebens von Split, hier werden zahlreiche kulturelle und unterhaltsame Events veranstaltet, unter anderem auch der lustige Karnevalszug, hier begrüßte die Stadt ihre Sportler nach unzähligen Siegen auf internationalen Wettbewerben, wie zum Beispiel den Tennisspieler Goran Ivanišević, die Fußballer des Clubs Hajduk, die Basketballspieler von Jugoplastika, Olympiamedaillensieger… Die Riva ist aber auch das politische Forum der Stadt, Jahrzehnte lang finden hier große Versammlungen und Treffen statt, als Spiegelbild der politischen Ereignisse der Stadt.
Das schönste Gewand trägt die Uferpromenade Riva aber wenn sie festlich für den Feiertag des Schutzpatrons, des hl. Domnius an den Tagen der sogenannten Sudamja geschmückt wird.

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Matejuška

Matejuška war Jahrhunderte lang der Hafen der splitter Fischer, von hier liefen die Anwohner des Viertels Veli Varoš mit ihren Booten auf das Meer aus um ihre Familien zu ernähren. Auch heute noch sind dort Boote angebunden, Netze trocknen in der Sonne, es werden Köder vorbereitet und lebende Köder verkauft, in der Nähe ist das Denkmal der Fischer, ein großer Fischhaken. Matejuška ist in der Stadt auch bekannt als Treffpunkt der Freunde dieses kleinen Hafens, die sich dort oft und gerne treffen und dann in guter Laune den Fang des Tages auf einem Grill zubereiten, mit Wein begießen und auch oft spontan zusammen singen. Der Chroniker dieses Stadtviertels Matejuška, Edo Šegvić, der auch vor einigen Jahren Autor des Projektes des Umbaus dieses Hafens war, sagt dass Matejuška trotz der Entwicklung und Ausweitung der Stadt bis heute eine Oase geblieben ist in der die lokalen Traditionen erhalten sind und nimmt so einen besonderen Platz in den Herzen aller splitter Bürger ein. Unter den vielen Geschichten die mit Matejuška verbunden sind, ist die über Roko und Cicibela zu betonen, einem armen Fischerpaar, das hier in einem kleinen Fischerboot zusammen lebte und von Gelegenheitsarbeiten und unzerstörbarer Liebe lebten.
In Matejuška befand sich früher auch das Gebäude des Ruderklubs Gusar, deren Mitglieder zahlreiche Medaillen von großen internationalen Wettkämpfen in die Stadt brachten und in den fünfziger und sechziger Jahren befand sich im Klubhaus sogar ein beliebter Tanzsaal. Leider wurde das Gebäude später abgerissen, aber durch die Arbeiten an diesem Hafen wurde Matejuška das Leben wieder zurück gebracht. Heute trifft sich hier die Jugend der Stadt und viele gleichaltrige Touristen gesellen sich dazu, die lieber außerhalb der Cafés, einfach in gemeinsamer Runde ihren Spaß haben wollen. Der alte kleine Hafen ist so zu einem Punkt geworden an dem die Einheimischen und Ausländischen am leichtesten Kontakt aufnehmen und beide scheinen dies zu genießen. Wenn man dann hungrig wird, so befinden sich in unmittelbarer Nähe viele Restaurants und Tavernen mit lockerer, entspannter Atmosphäre, darunter am beliebtesten „Fife“, eine Taverne die schon seit Jahrzehnten alle anzieht die den Geist ihres Urlaubsortes spüren möchten.

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Die Marmont Straße

Obwohl einer der Befehlshaber der eroberischen Armee, verdankt die Stadt dem napoleonischen Marschall Marmont die Urbanisierung der dalmatinischen Städte, so dass die Splitter beschlossen haben nach ihm eine der schönsten Straßen der Stadt zu benennen. Die Marmont Straße ist nicht nur schön sondern auch geschichtsträchtig. In dieser Straße wurde 1922 die Bibliothek und der Lesesaal für Frankophile eröffnet, heute die Alliance Francaise. Hier befand sich auch das erste Kino der Stadt, das Kino Karaman. Hier liegt der alte Fischmarkt der von Mücken verschont ist, weil er in unmittelbarer Nähe der Schwefelquellen mit einem Thermalbad liegt. Entlang der Straße stehen auch schöne sezessionistische Wohngebäude, wie die der Familien Duplančić und Tončić, während der nördliche Teil durch das alte venezianische Bastion führt und so bis in die Architektur des Volkstheaters und der Kirche der Mutter Gottes der Gesundheit eindringt. In dieser Straße sind auch die zwei beliebtesten Ausstellungsräume der Stadt, der Salon Galić und die Fotogalerie und durch einen Passage gerät man von dieser Straße in den Platz Prokurative. Von der Uferpromenade Riva bis zum nördlichen Ende dieser Marmont Straße reihen sich zahlreiche Läden aneinander und machen so diese Straße zu einer Shoppingmeile inmitten der Stadt. Im nördlichen Teil der Straße sind auch einige beliebte Cafés und Restaurants. Die spaßige moderne Fontäne, die im Volk „Pirja“ heißt, sollte man auch gesehen haben ! Man stellt sich hier immer wieder die Frage, was denn der Autor damit ausdrücken wollte?

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